Donnerstag, 3. Februar 2011

*06* Fakten 2. Endzeit-Ökonomie, leicht gemacht


Zufällig (?) passt mein „Fakten 2“ von 2005, vom Generalthema der „Endzeit-Betrachtungen und der hier eingeschlagenen Reihenfolge der Aufsätze her, an diese Stelle. Es ist gut, sich einiger Dinge, die vor 5 Jahren bereits spruchreif waren, heute zu erinnern. Keynes und Lafontaine wurden damals verspottet. Die „soziale Marktwirtschaft“ wurde als „Sozialromantik“ diffamiert. Der Staat wurde rüde von jeder regelnden Einflussnahme auf die Wirtschaft weggejagt, wie ein räudiger Hund. Danach, als das Kind im Brunnen lag, krähte der Weltökonom Schmidt, wie ein Hahn auf dem Mist: „Die Regeln haben gefehlt“, was Steinbrück als erlösende Erklärung in seinen Rüstzeug-Rucksack packte, aber nicht verwirklichte, weil „die Wirtschaft“ ihn sofort wieder rüde wegjagte, nachdem der Staat, alias das arbeitende Volk, den großen Bierdeckel der geplatzten Lokuspapierblase generös beglichen hatte. Schröder, der anfangs noch wollte, dass man den Status des Menschen nicht schon an seinem  Gebiss (!, Welch hintergründiger Freud ist mir da unterlaufen?) erkenne, hatte in Panik aufgeschrien: „Wir müssen uns aufstellen, sonst werden wir aufgestellt!“ Hätte der Ex-Stamokap-Mann Lenins „Imperialismus ect.“ von 1915 gelesen, den „Vierten Band“ des „Kapital“, dann hätte er gewusst, mit Zahlen belegt, dass seit 1900 alle Regierungen vom Kapital aufgestellt werden und nicht von den Parlamenten, die sie anschließend demokratisch wählen dürfen.

Und nun? Obama druckt, nach Keynes, Dollars in Massen und schüttet sie seinem Kapitalismus hinter den Arsch: Der Drang hilft dem todkranken Vieh trotzdem nicht mehr auf die Beine. In Brüssel probiert man es mit dem Gegenteil, mit der Brüning-Kaputtspar-Methode (je öller, je döller). Wer garantiert ihnen, dass in Griechenland nicht alsbald maghrebinische Gelüste auftauchen. Schließlich hat Griechenland im hohen Altertum schon von Ägypten gelernt: Ihre frühen Philosophen studierten allesamt am Nil.  

Die nachfolgenden Zeilen sind kein minimalisiertes Lehrbuch der Nationalökonomie. Sie erheben keinen Anspruch darauf, die Finessen zu widerlegen, mit denen Professoren, wie Sinn, ihr Salär abarbeiten. Sie zeigen an nur wenigen Zahlen und  Mechaniken, warum der Kapitalismus einfach nicht funktionieren kann, wenn er aus seiner Vorbereitungsphase von 1200 bis 1800, wo er die große Zukunftshoffnung der Menschen war, das globale Ruder der Welt übernimmt. Bereits 1825 trat die erste der nun ca. alle 10 Jahre nachfolgenden zyklischen Krisen auf, mit der gleichsam naturgesetzlich genormten Abfolge: Krise, Depression, Belebung, Aufschwung, Konjunktur, Krise. Das hatte es in dieser Form niemals in der Wirtschaftsgeschichte der Welt gegeben. 1934 stellte ein gewisser Josef Stalin (immer wieder läuft er mir über den Weg; er lässt sich einfach nicht verstecken) fest (17. Parteitag), dass der Krisenzyklus deformiert war: Es gab keinen Aufschwung, keine Konjunktur mehr: die nächste Krise (nach 1929) von 1937, traf auf einen dahinsiechenden Kapitalismus. Diese Phase dauerte 22 Jahre. Ab 1951 (bis 1982) folgte die Sonderbelebung  (Wirtschaftswunder), die darauf beruhte, dass mit der alten Maschinerie (Werkzeugmaschinen) die ersten Generationen der neuen Maschinerie (Automaten) erzeugt werden mussten, was zu den (gesetzlich verbotenen) 12-Stunden-Doppelschichten führte – und zum Einfangen jener Helfer in Anatolien, die Sarrazin jetzt auf sein Korn genommen hat. Dass diese Wunderphase nicht länger als 30 Jahre andauern würde, dass dann die Probleme, die zu der Krise von 1929 geführt hatten, mit potenzierter Wucht, mit niemals wieder abzubauender Arbeitslosigkeit, wiederkehren würden, war längstens 1955 völlig klar.

Es hat nur an einer einzigen Regel gefehlt, die jeder Bauer kennt: „Man darf dem Ochsen, der drischt, nicht das Maul verbinden“. Man darf dem Heer der Arbeitenden in den „Etablissements“ nicht das Geld abnehmen, das sie zum Produzieren füglich bekommen sollten, denn dann haben sie dasselbe nicht mehr, wenn sie in den anderen Etablissements des Systems die erzeugten Waren/Dienstleistungen konsumieren müssen. Die Bauernschläue gibt den Kapitalisten nun die fixe Idee ein, dass sich das im Lande nicht zu verhökernde Gut ja draußen absetzen ließe, dort, im Kolonialsystem, dort, wo „die Rohstoffquellen und Absatzmärkte“ liegen. „Wir müssen besser sein!“ Wenn aber alle „besser“ sind ist keiner besser. Und was ist das für ein Menschenrechtsverständnis, was für eine christliche Barmherzigkeit, wenn man den eigenen Leuten die Sporen in die Weichen treibt, sie beständig damit ängstigt, Spitzenreiter sein zu müssen oder hoffnungslos am Weltmarkt unterzugehen? Was ist mit den anderen, die nicht Spitze sein können? Was hat das System für die übrig? Gilt Gleichbehandlung, gleiche Menschenwürde, nicht für alle Mitmenschen? Wird Gott, wenn die Schicht beginnt, für 8 oder 16 Stunden außer Kraft gesetzt? Hatte Seneca nicht recht, dass er dieses Treiben und Erleiden, bar jeder Menschenwürde, für den Ausdruck absoluten Hellwahnsinns erklärte?  

Und wenn nun das Kolonialsystem weg fällt und die Leute dort in gleicher Weise „zur Spitze“ streben und aktiv am Markt zu agieren beginnen, wenn die Fiktion der isolierten Märkte fällt, wenn klar wird, dass es immer nur einen einheitlichen globalen Markt gegeben hat und gibt: Dann fällt die Maske ganz, dann setzt man den lieben Mitarbeitern die Pistole auf die Brust: Entweder ihr arbeitet für indische Löhne oder wir gehen mit den Arbeitsplätzen nach Indien. „Globalisierung! Wir sind keine Insel der Seligen!“ Dass sie es selbst sind, die diesen Zustand durch ihr Wirtschaften herbeigeführt haben, kommt ihnen niemals in den Sinn. Sie finden auch genug Sinns, und Sens und Steingarts und Steinbrücks und Steinmeiers, die über den „Abstieg eines Superstars“ mäkeln, um die Abwehr der Ausgeplünderten zu lähmen. Oder dickleibige Wunschzettel an den Weihnachtsmann ausfertigen: Amartya Sen, „Ökonomie für den Menschen. Wege zur Gerechtigkeit und Solidarität in der Marktwirtschaft“. Hazel Henderson, „Die Neue Ökonomie. Menschliches und ökologisches Wirtschaften im Solarzeitalter“, um das “Prinzip Hoffnung“ am Kochen zu halten. Tausenderlei Ökonomie-Mist auf einem Vor-Adam-Smith-Niveau oder vor dem Niveau eines Francois Quesnay. Wie ist es möglich, dass ein Volk von Dichtern und Denkern die Produzenten dieses literarischen Lokuspapiers ebenso gewähren lässt, wie die, die daraus überdimensionale Knallerbsen und Arschwische fertigen?

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FAKTEN 2

Auch diese Ergänzungen der „Fakten 1“ sind, weil als komprimierte Übersicht konzipiert, nur cum grano salis zu verstehen. Doch wenn ein Wirtschaftsminister dieses Landes (Rexroth) die Weisheit von sich gibt „Wirtschaft findet in der Wirtschaft statt“ und ein anderer: „Wir werden in Zukunft nicht mehr so hohe Zuwachsraten haben, weil jeder schon alles hat; ich z.B. habe zwei Waschmaschinen“, (Der SPD-Quereinsteiger-Fachmann Müller), und wenn ein Oberleutnant der Luftwaffe, der mal als Kanzler amtierte, sich schmeichelte, er müsste alle amerikanischen Präsidenten erst mal anlernen – dann ist die Nennung von ökonomischen Basisdaten in diesem Lande schon sehr hilfreich.

Aufteilung des Volkseinkommens auf Arbeiter und Kapitalisten nach dem Fischer Weltalmanach 1996, Deutschland betreffend. (Also alles noch in DM)

Wertprodukt = v + m = 2,478.880 Billionen DM. (100%)
v = variables Kapital = Einkommen aus unselbständiger Arbeit, plus Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung und zusätzliche Sozialaufwendungen der Arbeitgeber
m = Mehrwert = Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen.
[Produktenwert = c + v + m
c = konstantes Kapital = Wert der vernutzten Materialien und der Maschinenamortisation. Hier nicht zu betrachten]

In v = 1,814.980 Billionen DM (73,2%)
teilen sich: 28,828 Millionen Arbeiter u. Angestellte, sowie
                     2,517 Millionen Beamte
zusammen  31,345 Millionen Proletarier/Serviteure
Das ergibt  57.903 DM/Proletarier; monatlich 4.825 DM

In m = 0,663.900 Billionen DM (26,8%)
teilen sich    3,536 Millionen Kapitalisten 
Das ergibt: 187.755 DM/Kapitalist, monatlich 15.646 DM
und für jeden mithelfenden Familienangehörigen ebenso. Kapitalismus lohnt sich also recht gut.
Dabei ist die Kapitalistenklasse bescheiden: Sie gibt sich als Klasse mit einem Drittel dessen zufrieden, was sie der Arbeiterklasse bereitwillig zukommen lässt. Doch wenn der einzelne Kapitalist dann zusammenzählt, was für ihn dabei rumgekommen ist, dann hat er das Dreifache (das 3,24-Fache) dessen in der Tasche, womit der Arbeiter (auch der wohlbestallteste Beamte), nach Hause geht und das mit der Frau und den 2 Kindern teilen muss, wenn die Frau dyba-schwanger-konform die Arbeitslosenarmee vermehrt, auf dass das Preis/Leistungs-Verhältnis zwischen Kapitalisten und Arbeitern so bleibe.
Hingegen hat selbst ein Arzt mit nur 1 Stück mithelfender Ehefrau einen annehmbaren Stundenlohn (nach Abzug der Unkosten, versteht sich) und kann wohlgemut dreimal im Jahr seine und ihre Mauken in allen 5 Weltmeeren wässern. Doch wehe, die Arzthelferin oder Verkäuferin mit 1.750 brutto und ihre Gewerkschaft beklagen die soziale Ungerechtigkeit dieses Leistungssystems: Dann fordern sie Neidgesetze und Neid gilt als unfein. In Wirklichkeit sind die Kapitalisten neidisch auf den Zwei-Drittel-Batzen, den sie sich noch nicht eingesackt haben. Sie wollen auch mal 73% vom Kuchen. Sollen sich die Arbeitenden doch auch mal mit 27% begnügen.

Dies scheint eines der vielen Zwei-Drittel-Gesetze zu sein, die in der Natur vorkommen. Roulette: Bei 1 Rotation = 36 Wurf erscheinen nur zwei Drittel der 36 Zahlen. Negersklaventransportrate der christlichen Seefahrt: Ein Drittel Schwund kann über Bord gehen, zwei Drittel müssen ankommen. Pareto-Analyse: Ein Drittel der nach Größen-Ranking geordneten Kostenarten erfasst zwei Drittel der Kosten. Pauperisierung in den „großen demokratischen Staaten“: Ein Drittel der Bevölkerung kann die Kapitalistenklasse am Hungertuch nagen lassen und ausgrenzen; mehr dieses Guten würde Bartholomäusnächte erzeugen. Man kann die Freudenschreie des Johannes Kepler nachvollziehen, als er das 2:3-Verhältnis herausgefunden hatte, U2/a3, „Umlaufzeit-Quadrat/Abstands-Kubus sind konstant“; es bescherte uns den Maschinenbau und die Kunsttornados vom Typ „Wilma“ und man muss keineswegs drüber lachen. Also: Auch in den USA wird gesagt, die Konjunktur werde zu zwei Dritteln von der Binnen-Nachfrage gestützt und das eben deckt sich grob mit dem Volks-Konsum-Einkommen. Die Kapitalisten können sparen; die Malocher müssen ausgeben. Hier beträgt die Sparrate gegenwärtig monatlich 10 €. Das erklärt, warum die wenigsten sich eine Riesterrente leisten mögen.

Eine Volkswirtschaft darf aber nicht sparen. Was im Jahr produziert wird, muss im Jahr auch verhökert werden. Es ist eine schöne, aber verrückte Idee: Das ganze Volk steckt zwecks Rentengewinnung ein Drittel des Einkommens 40 Jahre lang in eine Zusatz-Kapital-Rente. Und die Erzeuger der Zukunfts-Renten-Äquivalente in Materialform produzieren unverdrossen 40 Jahre lang Konsumgüter auf eine Halde? Ohne auch nur einen blanken Centime zu sehen? Bis die Renten dann tröpfchenweise nach 40 Jahren das erzeugte Äquivalent vom Markt abfordern, 20 Jahre lang? Inzwischen warten die Enkel der Produktionskapitalisten schon 50 Jahre auf das kommende Geld? Die Sache läuft selbstverständlich komplexer ab, doch wie immer mit dem Versicherungskapital „gearbeitet“ wird: Sparen ist immer Entzug von Kaufkraft vom jeweils gegebenen Markt.

Man erkennt die Volkswirtschaftslähmung durch Sparen an dem Phänomen, über das Silvio Gesell sich Gedanken machte. Im Mittelalter, während der einige Jahrhunderte dauernden sogenannten Brakteatenzeit, wurde das Geld regelmäßig „verrufen“, um das Sparen zu verhindern: Wer seine Möpse nicht ausgab, musste nach einem Quartal sein Geld abliefern, bekam neues, aber im Wert reduziertes zurück. Es soll die glücklichste Zeit für die Menschen gewesen sein. Der Bürgermeister einer Österreichischen Stadt hat während der großen Weltwirtschaftskrise ab 1929 die Probleme seiner Stadt damit gelöst: Er schuf zu verrufendes Stadtgeld mittels eines Bankkredits. Nach 5 Tagen strömten die Steuern in Massen herein und der Stadtschreiber sagte: Da sind jetzt schon Geldfälscher am Werk. Doch der Bürgermeister lachte nur: Das war der zu erwartende Effekt. Er bekam wieder Steuern herein und konnte Schulen und Straßen reparieren. Nur die Wiener Banken kriegten Wasser in die Ohren und brachten die Erfolgswirtschaft nach Gesell schnell zum Erliegen.

Der Kapitalismus stützte das fehlende Kaufkraftdrittel durch den Außenhandel ab. Beschissen wurden die Farbigen: Zwei Drittel der Welt wurden in niemals endenden Raubkriegen kolonial versklavt und lieferten das fehlende Drittel. Bis das Kolonialsystem zusammenkrachte und die Unterentwickelten selbst am Weltmarkt agierten. Da stellte sich heraus, dass die ganze Welt ein Binnenmarkt ist: Jetzt hat jeder mit dem im eigenen Lande fehlenden Kaufkraftdrittel seine Last. Und nun müssen bei den alten Herren die eigenen, weißen Neger auf Nulldiät gesetzt werden. Wie soll das funktionieren, ohne auf Lafontaine zu hören, nach Keynes zu handeln und bei der Rentenbereitstellung bei dem bewährten Adenauer-Konzept zu bleiben: Von der arbeitenden Hand in den Rentnermund. Wir brauchen keine Kinderproduktion; wir brauchen eine florierende Wirtschaft. Dann könnten wir sofort 6 Millionen Arbeitslose zum Produzieren von Rentenäquivalenten einsetzen.

Die Wirtschaft floriert nur, wenn gekauft/konsumiert wird. Das System aber verhindert die Vollkonsumtion. Die Kapitalisten schwimmen im Geld, wären aber verrückt, wenn sie durch Investitionen für noch mehr Marktpotential noch mehr von dem Guten erzeugten, dass sich schon jetzt nicht mehr absetzen lässt. Wowereits diesbezüglicher Appell ist deshalb bescheuert. Es geht nur so: Der Staat muss als Verkörperung der Gesamtgesellschaft den Konsum durch Staatsaufträge größten Stils stimulieren. Nur dann läuft der Laden wieder, alle arbeiten in den gegebenen, vernünftigen Proportionen, d.h. wirtschaftlich. Während das Gebarme der CDU nach Kleinklecker-Arbeitsplätzen im „Mittelstand“ (der über genügend Arbeitsplätze nach den Marktgesetzen verfügt) fatal an Grotewohls Fehleinschätzung im Herbst 1945 erinnert: Millionen müssten wohl wieder in die Landwirtschaft. Heute weiß jeder, dass Arbeitsplätze im Agrarsektor totaler Blödsinn wären. Dort leisten wir uns bereits eine Planwirtschaft. Doch der Blödsinn soll jetzt im Industrie/Gewerbesektor fortgesetzt werden. In 60 Jahren aber ist dieser Sektor ebenso marginalisiert, wie jetzt die Landwirtschaft. Bleibt der Tertiäre Sektor, in dem aber wegen der Computerisierung das Massensterben der Arbeitsplätze ebenfalls begonnen hat. Ackermann wäre ein ökonomischer Idiot, wenn er nicht mehr benötigte Arbeitsplätze nicht in Massen abschaffen würde. Die Kunst besteht also darin, über andere Felder des Tertiären Sektors die gesamte Volkswirtschaft zu stimulieren, für die Bewältigung von Aufgaben sozialer, kultureller Art – und das geht nur noch über Staatsaufträge.

Weil das über den geistigen und ökonomischen Horizont von Kapitalisten hinaus geht: Es fällt bereits aus dem Rahmen dieses Systems hinaus und zeigt, wie sehr Marx recht hatte. Wie man das anpackt, zeigen die Chinesen. Man kann und muss die ganze Volkswirtschaft marktwirtschaftlich betreiben, einschließlich der Kommandohöhen der Volkswirtschaft, die Staatseigentum sind. Man muss dieses Staatseigentum markt-privatwirtschaftlich verpachten. Doch man muss das Staatseigentum in der Hand behalten und der Staat muss der blindwaltenden Regelstrecke „Marktwirtschaft“ eine rationale Führungsgröße beigeben. So ist das bei allen von Menschen kreierten technischen Regelstrecken (Physikerin Merkel müsste das sehr gut wissen) und anders kann es bei den ebenfalls von Menschen ins Leben gerufenen ökonomischen und sozialen Regelstrecken nicht sein. Alles andere heißt: Halborganisiertes Chaos. Was wir seit 25 Jahren ebenso pflegen, wie die weiland Moskauer Planwirtschaftler ihren maroden Laden 40 lange Jahre stets gegen die gleiche Wand fuhren.

Wollen wir die uns daran noch fehlenden 15 Todeswursteljahre auch noch dran hängen?
Wohl bekomm’s.
25.10.05

Sybilla Engels

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